Posts tagged ‘Straßenkinder’

Zu Burundis Lage – und Baden-Württemberg

Als „Afrikas Armenhaus“ bezeichnet ein Artikel im „Südkurier“ die Republik Burundi. Einzige Anmerkung: momentan ist nicht der Konflikt zwischen Hutu und Tutsi das Problem. Die ethnische Frage ist in den Hintergrund gerückt. Es geht schlichtweg um Politik, Macht, Geld und Einfluss.

Was Baden-Württemberg mit der kleinen ostafrikanischen Republik verbindet, steht in einem kurzen Abriss ebenfalls im „Südkurier“. Auch hier nur eine grobe Übersicht. Mehr Details finden sich  bei der SEZ (Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg).

„Auf den Straßen von Bujumbura wird nicht  geweint“ titelt eine Reportage von Philipp Hedemann. „Als meine Eltern sich trennten, bin ich bei meinem Vater geblieben, aber seine neue Frau wollte mich nicht. Da bin ich zurück zu meiner Mutter gegangen. Aber der neue Mann meiner Mutter wollte mich auch nicht. Da hat mich meine Mutter davongejagt“, zitiert der Journalist einen Straßenjungen. In der Tat: eine familiäre Situation, die sich leider allzu oft wiederholt. Und es braucht viel Zeit, Mittel und Überzeugungskraft, solche Miseren wieder in Ordnung zu bringen – oder Alternativen zu finden. Mit Einrichtungen wie dem „Centre Birashoboka“ kann es jedoch gehen, wie der Name schon hoffen lässt: „es ist möglich!“.

Februar 13, 2012 at 8:45 am Hinterlasse einen Kommentar

Zur Situation von Straßenkindern

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ veröffentlichte einen guten Artikel über die Situation von Straßenkindern in Bujumbura, Burundis Hauptstadt.

Ich bin ja allgemein immer froh, wenn Burundi überhaupt Aufmerksamkeit und Presse im Ausland bekommt. Denn i.d.T. ist die Situation der Straßenkinder in Bujumbura ein enormes Problem – und die Tendenz ist eher negativ. Vor einigen Wochen hatte bereits die lokale unabhängige Zeitung IWACU über diese Thematik berichtet. In diesem Artikel wurde beschrieben, wie die Straßenkinder selbst die Kanalisationen der Stadt für sich als Rast- und Schlafstätte entdecken. Klar, dort werden sie von der Polizei nicht erwischt und verprügelt…

Die Lage ist alarmierend, sagen viele Akteure auf diesem Gebiet. Eine pessimistische Prognose könnte so aussehen: Straßenkinder werden zu jungen Erwachsenen. Aufgrund der nach wie vor unstabilen Lage in der gesamten Region ist der Zugang zu Waffen ein Leichtes. Handgranaten, Pistolen oder auch Schnellfeuerwaffen sind quasi in Reichweite – mindestens hinter der nahen Grenze im Kongo. Wer keine Perspektive hat, kein Zuhause, einen schlimmen Krieg miterleben musste – der neigt natürlich schnell zur Kriminalität. Werden wir also in ein paar Jahren Zustände in Bujumbura haben, wie sie oft aus Nairobi und Johannesburg beschrieben werden? Die Stacheldrähte auf den hohen Mauern werden mit Strom versetzt, die Nachtwächter verstärkt, eventuell sogar zwei Eingangstore hintereinander gekoppelt, quasi als „Sicherheitsschleuse“, wenn man nach der Arbeit einfach nur nach Hause will?

Derweil wächst eine neue Generation heran. Kinder, die auf der Straße geboren werden. Ohne Ursprung. Reintegration? Wohin denn? Erste „Hochzeiten“ unter Straßenkindern fanden schon statt. Sehnsucht nach einem Stück „normalem“ Leben.

Alternative? Man muss das Thema endlich ernst – oder noch ernster – nehmen. Einige Vereine gibt es schon, die sich um die Straßenkinder kümmern. Aber noch nicht genug. Oft fehlen die Mittel. Denn eine Berufsausbildung und Rückführung zu einer Familie oder in die Selbständigkeit kosten sehr viel Geld. Viele Geldgeber bauen lieber.

Dabei haben viele Kinder, die tagsüber auf der Straße anzutreffen sind, ein Zuhause. Eine Mutter oder einen Vater. Oder vielleicht sogar noch beide, wenn sie ganz viel Glück haben. Wenn sie noch mehr Glück haben, ist die verwitwete Mutter noch nicht in die Prostitution geschlittert, um sich und das Kind am Leben zu halten. Vielleicht hatte sie mal ein großes Feld, das sie aber im Krieg verlassen musste und nun ist eine Rückkehr unmöglich. Vielleicht reichen einfach nur 20 oder 30 Euro aus, damit sie einen kleinen Marktstand aufmachen kann. Davon könnte sie leben und ihr Kind ernähren, anstatt es auf die Straße zu schicken. Und vielleicht reicht es dann sogar noch fürs Schulgeld.

Daran sollten wir nicht immer, aber manchmal denken. Wenn wir beim Stadtbummel wieder einmal in die Geldbörse greifen, und eben schnell 20 Euro für irgendetwas ausgeben – ohne lange nachzudenken. Vielleicht sogar für etwas, was zwei Tage später wieder im Mülleimer landet, weil man es doch nicht braucht.

Wir müssen nicht. Aber wir könnten.

Januar 11, 2012 at 8:56 am 1 Kommentar

Künstler im Straßenkinderheim

Immer wieder interessant zu sehen, was die Kids und Jugendlichen denken, sehen und fühlen… und zu Papier bringen… Einige Eindrücke:

Allemagne et Burundi

Burundi

Burundi

Februar 24, 2010 at 4:28 pm Hinterlasse einen Kommentar


Kurznachrichten aus Burundi

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