Posts tagged ‘Rose’

Rose in der FR

Die Frankfurter Rundschau hatte Rose unterstützt – mit Artikeln über ihr Schicksal. Viele Leser hatten reagiert. Hier ein aktueller Artikel.

Juli 19, 2010 at 11:08 am Hinterlasse einen Kommentar

Eindrücke vom Vormittag

Heute Vormittag wurde Rose beerdigt. Unter Palmen – und direkt unter einem großen, schönen Kaktus. Viele Kids aus den Heimen waren dabei. Auch Roses Schwestern und Cousins. Hier einige Eindrücke…

Der Friedhof außerhalb Bujumburas

Roses Sarg wird von ihren Freunden abgeladen...

1992 - 2010

Freund und Priester Alphonse betet und richtet Grüße aus Deutschland aus

Kränze von den Freunden - aus den Heimen und auch aus Deutschland

"Ich werde dich nie vergessen" - Beate Diezemann, Roses "Mutter" während der schweren Zeit in Deutschland

Juli 16, 2010 at 4:48 pm 1 Kommentar

Gedenkfeier

Rose hatte viele Freunde – von Burundi bis nach Deutschland. In Bujumbura wird morgen, Freitag, die Beerdigung stattfinden. Um 9h fahren wir gemeinsam mit den Kindern des Heims zum Friedhof. Auch Alphonse, ein burundischer Priester und guter Freund von mir (der erste Burunder, den ich überhaupt kennengelernt hatte!), wird dabei sein – er wird am Grab eine kleine Messe abhalten. Er kannte Rose schon seit einiger Zeit – er besuchte das Kinderheim als Rose noch nicht nach Deutschland gegangen war und sang mit den Kids.

Die Freunde in Deutschland werden am kommenden Sonntag, 18. Juli, um 16h in der Pfarrkirche St. Albert (Sundgauallee 9, Freiburg) eine Gedenkfeier für Rose abhalten… Wer kommen möchte, ist eingeladen.

Juli 15, 2010 at 12:23 pm 1 Kommentar

Rose – Trauer um ein starkes Mädchen

Rose – ein Name mit einer langen Geschichte. Die Geschichte eines Kampfs. Ein Kampf gegen den eigenen Körper. Als wir ihre Krankheit erkannten, war sie schon sehr fortgeschritten. Ein ausländischer Experte hatte damals die richtige Spur aufgenommen. Ein Zufall?

Rose kam nach Deutschland. Viele Kontakte, Telefonate, Mails und Aufregung von Burundi bis nach Deutschland – um Rose zu retten. Schüler rannten, um Spenden zu sammeln, freiwillige Helfer transportierten Blutproben im Gepäck, Mitarbeiter begleiteten Rose täglich zu den Ärzten. Es sollte ihr besser gehen. Die deutschen Ärzte konnten ihr ein Stück weit helfen – eine große Leistung bei einer Krankheit, die nur ein Mensch unter einer Millionen Menschen hat.

Es ging ihr besser. Sie konnte nicht geheilt werden, das stand fest. Aber mit Medikamenten und Bluttransfusionen in einmonatigen Abständen ging es ihr gut. Sie lebte wieder im Heim, mit den anderen und ihrer kleinen Schwester Claudine. Sie konnte lachen, machte sich schick, wenn Besuch anstand. Sie feierte Weihnachten mit ihren Freunden.

Doch ihre Krankheit war stärker. Rose hatte lange gekämpft. Aber heute Vormittag hat sie den Kampf endgültig verloren. Sie starb im Krankenhaus „Prince Regent Charles“ in Buyenzi. Wir konnten nichts mehr für sie tun. Bis zur letzten Stunde war ich in Kontakt mit den Ärzten in Freiburg, sie schickten Tipps und bereiteten noch in den vergangenen Tagen eine weitere Medikamentenlieferung vor, die für die kommenden Monate ausreichen sollte. Pünktlich, bevor die jetzigen Medikamente ausgehen… Wir planten. Mit Rose.

Celestine, unsere Krankenschwester, war die ganze Zeit bei Rose. Im Heim, im Krankenhaus, im anderen Krankenhaus, wohin man sie geschickt hatte. Gemeinsam mit Marie, der Heimleiterin. Heute Vormittag kam Celestine ins Büro, um über die aktuelle Situation zu berichten, welche Untersuchungen man gemacht habe. Da kam der Anruf von Marie aus der Klinik: Rose ist der Krankheit erlegen.

Ich fahre mit Celestine ins Krankenhaus. Dort treffe ich Claudine, Roses kleine Schwester, die schrecklich weint und auf eine Liege neben der von Rose liegt. Das Gesicht abgewendet. Und Nadine, eine Freundin aus dem Waisenheim. Sie sitzt da, still, regt sich nicht. Drückt mich nur fest zur Begrüßung, um dann wieder still auf der Liege zu sitzen. Ich setze mich daneben, lege die Hand auf Claudines Rücken. Das Schluchzen beruhigt sich ein wenig. Aber nur ein wenig.

Ich schaue mich um. Und werde wütend. Je mehr man darüber nachdenkt und je länger man sich in einem dieser Krankenhäuser in Burundi aufhält, desto wütender wird man. Wütend, auf seine eigene Machtlosigkeit. Oder einfach auf alles.

Zwanzig Menschen oder mehr auf Liegen nebeneinander. Die Matratzen kann man gar nicht mehr beschreiben. Die Wände schmutzig. Der Fuß einer der Liegen ist zu kurz, korrigiert und in Waage gebracht mit einem einfachen Stein. Gestrichen wurde hier seit dem Neubau der Klinik vor zig Jahren nicht mehr. Eine ältere Frau, die gegenüber auf einer Liege sitzt, schaut mir kurz in die Augen, dann senkt sie den Kopf. Ein Blick, der mir mehr sagte als alle Worte. Es tat ihr leid um dieses Kind.

Hier, in Burundi, sterben Menschen an weitaus leichteren Krankheiten. „Kleinigkeiten“, würde man bei uns sagen. Aber nicht hier. In Burundi. Wo es so gut wie keine medizinische Versorgung gibt.

Ich schaute gerade in meinen Mailordner. Unterordner „ROSE“. 671 e-Mails. 672, wenn man die letzte Korrespondenz aus der Uniklinik Freiburg von gestern Abend, 18h44, noch dazuzählt, die sich aber noch im Posteingang zur Bearbeitung befindet. Ich will den Ordner nicht löschen. Es fällt schwer, es zu verstehen und damit abzuschließen. Ich hatte alles versucht, was in meiner Macht stand. Wir alle taten das – Chefs, Kollegen, Bekannte, Ärzte, Presse…

Rose ist weg. Claudine, ihre Schwester, bleibt im Heim. Wir werden für sie da sein.

Rose Nduwimana † 14. Juli 2010

Rose Nduwimana † 14. Juli 2010

Juli 14, 2010 at 4:14 pm 6 Kommentare

Rose zurück daheim

Rose ist heute gut, zwar erschöpft, aber zufrieden in Burundi gelandet. Ich brachte sie ins Heim, wo sie nun wieder wohnen wird. Ihre kleinere Schwester und Freunde im Heim waren außer sich – noch an der Eingangstür mussten Fotos aus Deutschland angeschaut werden.
Im Gepäck hat Rose auch ein großes Paket Medikamente, das die Ärzte der Freiburger Klinik für sie zusammengepackt haben. Das wird bis April reichen – dann muss Rose wieder nach Freiburg für weitere Untersuchungen. Bis dahin: weiter Daumen drücken, dass sie vollständig gesund wird.

Dezember 8, 2009 at 4:57 pm Hinterlasse einen Kommentar


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