Doch nicht Ban Ki Moon…

Juni 4, 2010 at 6:24 pm 4 Kommentare

Alle waren in den Vorbereitungen für den hohen Besuch… doch am Nachmittag bekam ich einen Anruf seitens UNICEF, dass der Besuch nun doch nicht bei uns stattfinden wird… UNICEF, so die Frau am Telefon, habe den Besuch von Frau Ban Ki Moon im Heim der Fondation Stamm sehr befürwortet – doch das betreffende burundische Ministerium lehnte dies ab und schlug stattdessen das staatliche Waisenhaus vor und brachte es auf den Besuchsplan.

Schade… und ärgerlich. Für uns.

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Entry filed under: In Burundi.

Die Chefin in Deutschland und Ban Ki Moon Aktuell Burundi

4 Kommentare Add your own

  • 1. Veronika Müller  |  Juni 7, 2010 um 3:04 am

    Hallo Herr Ziser,

    es ist natürlich schade wenn Sie schon mit Vorbereitungen für einen möglichen Besuch begonnen haben, aber es ist doch eigentlich sehr lobenswert wenn Frau Ban Ki Moon die eigenen Kräfte Burundies stärkt durch ihrem Besuch im staatlichen Waisenhaus. Burundi soll doch aus der Position des Bettlers und Almosenempfängers befreit werden. Die Einrichtung von Waisenhäusern ist eine zentrale Aufgabe des Staates und seiner Bevölkerung.

    Es wäre so schön wenn Sie diese Gelegenheit nutzen würden und hier an dieser Stelle einmal über den Besuch und die Arbeit dort berichten könnten. Ich glaube nicht wirklich das Sie sich ärgern. Sie meinten bestimmt „traurig“. Aber auch das sollten Sie nicht sein. Es wäre ein guter Tag wenn Sie Burundi verlassen würden weil Sie wüßten das man Sie dort nicht mehr braucht.

    Dieser Tag ist wohl nur eine Illusion, aber der Besuch von Frau Ban Ki Moon im staatlichen Waisenheim ist doch ein Schritt in die richtige Richtung.

    Danke für Ihre tolle Arbeit. Ich lese Ihr Tagebuch selten, aber immer wieder gerne.

    Antwort
  • 2. mario hoinkis  |  Juni 7, 2010 um 10:22 am

    Liebe V. Müller
    Ich vermute, dass sowohl ein guter als auch ein schlechter Beitrag nachdenklich stimmen kann. So konnte auch Ihr Beitrag auch etwas Gutes bewirkt, er liefert nämlich Gesprächsstoff.
    Als erstes liegen mir die Begriffe Bettler und Almosenempfänger in Ihrem Beitrag sehr schwer im Magen. Entwicklungshilfe oder auch Humanitäre Hilfe hat mit Ihrer Wortwahl aber auch gar nichts zu tun.
    Außerdem glaube ich nicht, dass Sie verstanden haben warum gerade die staatlichen Behörden, gerade in der Wahlperiode, nur staatliche Einrichtungen als Vorzeigeobjekt aussuchen. Das ist nämlich reine Propaganda.
    Ihr Wunsch mehr über den Besuch von Frau Ban Ki Moon im stattlichen Weisenhaus von Bujumbura zu erfahren ist sehr lobenswert. Wieso Sie da aber Herrn Ziser auffordern in seinem Tagebuch zu berichten, ist mir vor dem Hintergrund das Herr Ziser für Burundikids tätig ist völlig unklar. Mein Tipp, lesen Sie die Internetausgabe von IWACU, die ich persönlich für sehr informativ halte, oder versuchen Sie doch einmal mit dem staatlichen Weisenhaus in Bujumbura Kontakt aufzunehmen.
    Das Herr Ziser sich über die Absage von Frau Ban Ki Moon ärgert steht mit keinem Wort in seinem Bericht zu erkennen. Deshalb brauchen Sie Herrn Ziger da auch nicht neu zu interpretieren.
    Danke für diesen Beitrag, er hat mich sehr nachdenklich gestimmt

    Viele Grüße an die Burundikids
    MH

    Antwort
  • 3. Veronika Müller  |  Juni 7, 2010 um 1:42 pm

    Hallo Herr Hoinkis,

    ich spreche leider kein französisch und verstehe von diesen Dingen vielleicht auch zu wenig. Wenn ich einen unschuldig Bedürftigen als originären träger eines Rechts auf Hilfeleistung betrachte, dann richtet sich doch dieses Recht als Pflicht vernehmlich an den Staat und die Gesellschaft in der er lebt. Und dann ist eben die staatliche Hilfe in einem Waisenhaus das Gegenteil von Bettelei.

    Und auch die Fürbitte oder eben „Bettelei“ zu Gunsten hilfloser Kinder ist eine noble Tat der wir viel Anerkennung und Hochachtung schulden.

    Beide Wege der Hilfeleistung erscheinen mir in Ländern wie Burundi geboten. Ob nun die Burundikids oder die „staatlichen Waisen“ – alle diese Kinder verdienen unser Mitleid und sind unserer Almosen wert. Keines dieser Kinder hat irgendetwas falsch gemacht.

    Herr Ziser schreibt hier über so viele Aspekte. Ich wollte ihm dafür nur danken und anregen auch über „die Anderen“ zu berichten.

    Ich habe die Burundikids nie so verstanden als das man sich dort in Konkurenz zu irgendwem stellt. Und natürlich dient der Besuch einer Einrichtung der Werbung dafür. Das muß man dann doch nicht direkt als Propaganda bezeichnen. Und entweder ist Frau Ban Ki Moon kompetent genug selber zu entscheiden wohin sie geht, oder sie läßt sich von irgendwem instrumentalisieren und mißbrauchen, aber dann wäre es sowieso nicht so wichtig wohin sie geht.

    Vielleicht verstehen Sie die Dinge ja wirklich besser als ich. Ich habe Ihren Kommentar zu mir jedenfalls als negaive Kritik verstanden.

    Aber ich begreife es dennoch als Bereicherung sich an solch einem „virtuellen Ort“ zu begegnen und auszutauschen.

    In diesem Sinne sende ich ebensoviele liebe Grüße an die Burundikids.

    Antwort
  • 4. mario hoinkis  |  Juni 7, 2010 um 3:11 pm

    Liebe Frau Müller,
    vielen dank für Ihren zweiten Beitrag. Auch wenn ich Ihre Ausführungen nicht immer ganz verstehe, glaube ich dass Sie ein sehr liebenswerter Mensch sind.
    Zu meinem ersten Beitrag, der teilweise sehr oberflächlich geschriebenen wurde, möchte ich nur noch ergänzend hinzufügen, das zu der Internetausgabe der Zeitung IWACU, eine französisch – deutsche Übersetzung möglich ist. Diese Übersetzung ist oftmals grammatisch nicht ganz richtig wiedergegeben, aber doch sehr verständlich. Aktivieren können Sie diese Übersetzung indem sie in der „Suchmaschine Google“ den Namen IWACU eingeben und dann die Taste übersetzen drücken.
    Viel Spaß beim lesen und dann vielleicht bald in Burundi zum Tee

    Wenu
    MH

    Antwort

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