Pleite für Baden-Württemberg (?)

November 13, 2008 at 8:40 pm 3 Kommentare

Die „Partnerschaft“ des „Ländle“ zu Burundi – ein „Trauerspiel“, wie es im aktuellen Artikel betitelt wird. Wohl zu Recht…

Zum Artikel!

Advertisements

Entry filed under: Wieder in Deutschland.

Zur scharfen Situation um die „Großen Seen“ Vorträge

3 Kommentare Add your own

  • 1. Axel Haase  |  November 17, 2008 um 9:40 am

    Ach, was heißt hier schon zurechet… In der aktuellen Situation zwischen Ruanda und der BRD sieht man doch wie wenig eine sogenannte „Freundschaft“ zwischen Ländern wert ist. Das ebenfalls bettelarme Land kann sehr wohl seine Ressource darauf verschwenden Tausende auf die Straßen zu schicken um genen Deutschland zu demonstrieren. Wenn auch nur mal hundert davon für nur eine Stunde vor ein Ostafrikanisches Parlament zögen um für Pressefreiheit zu demonstrieren dann säßen die alle sofort im nächsten Knast. Es ist eine Schande wie Ruanda Deutschland derzeit in den Dreck zieht. Burundi könnte sehrwohl mal den Mund aufmachen und sich zur Verteidigung gegen Kagame positionieren. Aber da nimmt man die Politiker in Bujumbura eben auch nicht ernst sondern behandelt sie wie Kinder für die man Verständniss haben soll das sie sich nicht trauen eine eigene Position zu beziehen.

    Nein, für das Trauerspiel in Afrika sind die Afrikaner selber verantwortlich. Und wenn sich die AU in Tagen wie diesen auf die Seite von Ruanda schlägt darf man sich nicht wundern wenn westliche Politiker sich mehr oder weniger offen angewiedert abwenden.

    Antwort
  • 2. ZiserP  |  November 17, 2008 um 1:57 pm

    Zum Kommentar von Axel Haase:

    Zuerst: Ich freue mich sehr darüber, dass ich solche kritischen und mitdenkenden Leser habe. Nur so kommt man voran.

    Wieso in Ländern wie Burundi und Ruanda nicht vor dem Parlament protestiert wird, fragte ich mich vor Ort schon sehr oft und sehr lange. Jedoch ist die Antwort einfach: Die Leute haben Angst. Und das auch zurecht. Einige haben es schon versucht – und fanden sich anschließend gefoltert wieder (oder sind einfach verschwunden). Natürlich lässt sich darüber diskutieren, was passieren würde, wenn es eine (sehr) große Masse wäre. Dafür lässt sich jedoch zu vieles zu leicht manipulieren. Auf allen Seiten. In Bujumbura haben schon mehrere Tausend Studenten protestiert. Die Polizei kreiste sie ein, es gab Verletzte – vielleicht auch Tote, das weiß ich nicht mehr.

    Zum Thema „Burundi bezieht Stellung gegenüber Kagame“. Zu allererst kann es sich Burundi in keinster Weise erlauben, nur ein kritisches Wort gegenüber Kagame verlauten zu lassen. Hinzu kommen sehr viele unterschiedliche und komplizierte Aspekte, nicht zuletzt, dass die aktuelle Regierung in Burundi Hutu-geführt ist. Die Folge einer Kritik an Kagame kann man sich vorstellen. Da Burundi nach seinem Krieg nach wie vor am Boden ist, hängt es noch stark von Ruanda ab. Aber nicht nur etwa „Angst“ ist die Ursache für eine Zurückhaltung, sondern eine sehr komplexe Konstellation in dieser Region, in der jede Entscheidung schwerwiegende Folgen haben kann, die so nicht vorhersehbar sind.

    Natürlich lässt sich auch Ruanda kritisieren – was ja nun zunehmend geschieht und mit Sicherheit in einigen Blickwinkeln auch notwendig erscheinen kann. Doch ist das „Aufstehen und Protestieren“, das „sich wehren“ nicht so einfach, wie man es sich in anderen Ländern vielleicht vermeindlich erlauben kann.

    Die Proteste gegen Deutschland sind natürlich forciert. Jedoch frage ich mich auch, welches Politikum dahinter steckt, Kagames Protokollchefin gerade jetzt zu verhaften. Zum Vergleich dazu: Der Anführer der FDLR (Hutu-Milizen) steuert nach wie vor seine Truppen von Mannheim aus. Unbehelligt. Mehr Infos dazu im Netz.

    Wieso sich jedoch „westliche Politiker“ abwenden, lässt sich so einfach nicht erklären. Das „Trauerspiel“ ist keine rein afrikanische Angelegenheit. Dafür gibt es viel zu viele Interessen, die von außerhalb in diese Region einfließen und mitspielen wollen und es auch tun. Viele sagen: Entwicklungshilfe/-zusammenarbeit bringt nichts, alles sollte abgezogen werden und „die Afrikaner“ in Ruhe gelassen. Das würde ich sofort so unterschreiben – aber dann bitteschön ein kompletter Rückzug, sprich: man lässt auch politische Interessen, sowie die Gier nach den Rohstoffen fallen. Doch das wäre Europas Untergang. Und auch andere haben ihre Interessen: Amerika hat anscheinend in Kigali eine Botschaft, größer als der Präsidentenpalast. In Bujumbura wurde kürzlich ein neues Grundstück für 3 Millionen US-Dollar gekauft, um eine neue Botschaft zu bauen, weil die alte zu klein wird. Etwa aus humanitären Gründen?

    Antwort
  • 3. Philipp Ziser  |  November 17, 2008 um 4:27 pm

    Noch ein Artikel zum Thema „protestieren“ und „sich beschweren“:

    http://www.burundirealite.org/news_view.cfm?ID=2645&LANG=F

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Kurznachrichten aus Burundi

Das Burundi-Tagebuch als e-Mail? Einfach hier Mailadresse eintragen und immer auf dem aktuellen Stand sein!

Schließe dich 854 Followern an

Was war am…

November 2008
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Artikelsuche im Archiv

Besucher

  • 216,904 Abrufe bis heute...

TopBlogs

TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste

%d Bloggern gefällt das: