Der Container

Februar 15, 2008 at 7:48 pm 1 Kommentar

14. Februar 2008, 2.17 Uhr. Ich fühle mich im Moment, als träte ich auf der Stelle. Der Container ist zu zwei Drittel gefüllt, in den kommenden Tagen stehen noch zwei, drei größere „Lieferungen“ an, dann dürfte er (hoffentlich) gefüllt und versandbereit sein. Natürlich kommen erst noch Inhaltsliste – in zweifacher Sprachausführung – und Zollabwicklung.

 

In der vergangenen Zeit habe ich viele Tage damit zugebracht, Sachspenden abzuholen, sie in Empfang zu nehmen, sie zu verpacken und noch mehr Verpackungsmaterial zu besorgen. Natürlich nicht ohne dabei ständig anderen Leuten auf die Nerven zu gehen. Die mir natürlich gerne bei dieser Arbeit helfen und das Projekt unterstützen. Fest steht nur, dass ich ohne diese fleißigen Helfer den Container niemals voll bekommen hätte. Zumindest nicht in diesem kurzen Zeitraum von wenigen Wochen seit Mitte Januar.

 

Sei es Computer programmieren, Kartons ausstopfen, Möbel schleppen, Wäsche waschen, Ware verpacken oder alles zum Containerlagerplatz fahren – viele packten an und opferten ihre Zeit für das burundikids-Projekt „Container“. Dennoch: Ich fühle mich im Moment, als käme ich nicht voran. Natürlich ist dem nicht so. Der Container ist beinahe voll, in den kommenden Tagen wird die Türe wohl endlich zum letzten Mal auf deutschem Boden geschlossen. Dennoch ist die Arbeit kräftezehrend und nicht das, was unsere Projekte, unseren Verein, die Hilfe für Burundi voran bringt. Aber auch das stimmt wohl so nicht ganz. Schließlich werden die ganzen Güter sehr vielen Menschen in Burundi helfen. Insbesondere, da die Versorgungslage durch die Unruhen in Kenia auch in Burundi schlechter wird, bekommt der Container eine noch größere Bedeutung.

 

Alles in allem bin ich jedoch froh, wenn er bald auf die Reise gehen kann – und ich zuvor noch Zoll und Logistikfirma zufrieden gestellt und andere „Kleinigeiten“ erledigt habe. Dann freue auch ich mich auf die Abreise. In die neue Heimat für die kommenden zwei Jahre.

 

An dieser Stelle nochmals: Danke an alle Spender und Helfer, die mit anpackten und immer noch anpacken. Ohne all diejenigen wäre das Projekt „Container“ nicht zu stemmen gewesen. Die Anteilnahme und Unterstützung ist einfach überwältigend. Gemeinsam lässt sich eben doch etwas bewegen.

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Entry filed under: Noch in D'land - Neuigkeiten.

Interessanter Artikel Unglücklich in Burundi (?)

1 Kommentar Add your own

  • 1. Barbara  |  Februar 19, 2008 um 8:21 pm

    Hallo Philipp, ich bin der Vater von Ruth und werde am 29.02. nach Buja fliegen, wir werden uns dann doch sehen? Freu mich drauf und wünsch dir noch viel Energie und Ausdauer für die Container Arbeit, Grüße Leo Nießen

    Antwort

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