Ein schwarzer Tag
Mai 22, 2010 at 9:16 vormittags 1 Kommentar
Gestern, 21. Mai 2010, hätten eigentlich die Kommunalwahlen stattfinden sollen, das Ereignis, das seit Wochen Wellen schlägt. Sie wurden verschoben und sind nun auf kommenden Montag angesetzt. Doch uns beschäftigte gestern ein ganz anderes Schicksal: Cédric, acht Jahre, ist an einem epileptischen Anfall in der Nacht gestorben.
Es war arbeitsfrei gestern, doch ich war im Büro. Da kam unsere Krankenschwester Celestine, die gerade aus dem Kinderheim „Centre Uranderera“ zurückgekommen war. Sie überbrachte die traurige Nachricht. Cédric, der in einem schlimmen Zustand zu uns gekommen war und so große Fortschritte gemacht hatte. Cédric, der immer gern zur Behindertenschule „Akamuri“ ging und wo er sehr viel lernte – und der immer lachte, wenn ich ins Heim kam und ihn mit „mugenzi“ (Freund) begrüßte.
Cédric hatte wirklich Fortschritte gemacht. Er nahm immer seine Epilepsie-Medikamente, doch ging es ihm immer gut. In den vergangenen Wochen machten wir uns Gedanken, wie wir seine weitere Zukunft planen können. Wir waren dabei, Kontakte zu einer professionellen Behindertenschule aufzunehmen, wo er weiter hätte lernen und sich fortentwickeln können.
Nun steht seine Betreuerin vor dem kleinen Holzkreuz und weint bitterlich. Sie hatte Cédric als ihr Kind angenommen und sich täglich um ihn gekümmert. Nun ist er gegangen. Alle sind still. Im Heim wird es heute wohl auch still bleiben.
Eintrag abgelegt unter In Burundi. Tags: Cédric.
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1.
johanna | Mai 22, 2010 um 3:24 nachmittags
ich kanns nicht glauben…unser kleiner Cédric…ich werde gerade von Erinnerungen überschwemmt, wir hatten immer so viel Ärger mit ihm aber auch so viel Spass. Seine Lachanfälle und Freudenschreie, wenn er mit den anderen Kindern Fangen gespielt hat….mir fehlen die Worte.