Ein Sonntag (nicht am Pool) in Bujumbura
Januar 31, 2010 at 10:21 vormittags 1 Kommentar
[Anspielung auf das Buch "Ein Sonntag am Pool in Kigali" - lesenswert!]
Es ist unglaublich heiß in diesen Tagen in Bujumbura. Nicht nur mir als Weißen geht das an die Substanz (ich dusche zwei bis drei Mal am Tag), sondern auch meinen einheimischen Kollegen und Freunden scheint die zu starke Hitze und Sonne zu schaffen zu machen. Man befürchtet, wie sie im Radio sagen, dass sich sehr starke Regenfälle zusammenbrauen würden… Wenn dem so ist, dann können wir uns hier auf etwas einstellen. Stichwort Klimawandel…
Derweil erhitzen sich auch die Gemüter im Vorfeld der Wahlen. Die “Jugenden” der Parteien rasseln mit den Säbeln – und hauen auch ordentlich drauf. In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Zusammenstößen der Parteianhänger von der amtierenden Partei CNDD-FDD und der FNL. Die Polizei musste mit Waffengewalt dazwischen gehen.
Der Chefredakteur der Zeitung IWACU ruft in seinem aktuellen Editorial zur Besinnung auf. Er fragt darin, ob das Gedächtnis der Burunder denn wirklich so kurz in die Vergangenheit reiche, dass man aus ihr nicht hätte lernen können – nein, müssen? Denn sich gegenseitig mit Steinen bewerfen – das kennt man hier nur zu gut…
Derweil verglich der Sprecher der burundischen Polizei die Zusammenstöße der Parteijugenden mit olympischen Disziplinen, einem “Wettkampf” – ein ganz dickes Minus, denn anscheinend ist man sich hier nicht des gefährlichen Potenzials bewusst und der Kräfte, die freigesetzt werden können.
Aber wie gesagt: können. Nicht müssen.
Eintrag abgelegt unter In Burundi. Tags: Bujumbura, Hitze, Partei, Polizei, Regen.
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1.
Nadine | Januar 31, 2010 um 4:11 nachmittags
habe nächste woche Landesanalyse, hoffe auf neue Informationen. Wäre gerne schon bei euch! Hoffen wir mal auf Mai ;-)
liebe Grüße