Rose – auf dem Weg

März 31, 2009

Es ist geschafft!!! Rose ist in diesen Stunden auf dem Weg nach Deutschland. Heute Nachmittag stieg sie ins Flugzeug, zusammen mit burundikids-Gründerin Martina Wziontek, die von einem Projektbesuch zurück nach Hause fliegt.

Viel Hektik, Nerven, Geld, Überzeugungsgeschick, Mails und Organisation waren notwendig, um dies zu ermöglichen – bis zur letzten Stunde. Selbst die Frau am Flughafen zögerte noch, glaubte nicht, dass Roses Pass echt sei. Doch sie ist auf dem Weg. Auf dem Weg zu ihrer lebensrettenden Behandlung in der Uniklinik in Freiburg.

Dort geht es nun weiter – und die freiwilligen Helfer wuseln und organisieren schon fleißig, Burunder wie Deutsche. Alle wollen sie Rose willkommen heißen, sie umsorgen. Dass ihr Aufenthalt doch etwas angenehm wird. Denn die Behandlung wird ein schwerer Gang durch ein tiefes Tal. Doch Rose wird es schaffen. Sie lächelte, trotz der Aufregung. Über den Wolken zu sein machte ich ihr noch in den letzten Gesprächen schmackhaft, um ihr die Aufregung zu nehmen.

Am vergangenen Samstag feierten wir Abschied im „Centre Uranderera“. Abschied von ihren Freunden, Mitbewohnern, ihrer jüngeren Schwester Claudine. „Gott wird euch danken, euch allen. Ich selbst habe nichts außer Worte, mit dem ich euch danken kann, für das, was ihr getan habt und für mich tut“, hielt Rose eine kleine und kurze Ansprache mit leiser, schüchterner Stimme.

Der Abschied heute Vormittag im Heim ging schnell. Rose war zu aufgeregt, wollte keine langen Abschiedsszenen. Sie wollte nur noch fliegen. Fliegen, um weiter leben zu  können. Bald wird sie zurück sein. Geheilt. Hoffentlich.
Zu ka-news!

Zum Artikel! (Dr. Rainer Schach)

Zum Artikel! (Dr. Bernhard Lasotta, MdL)

„Bild“ für Rose

März 22, 2009

„Ein Herz für Kinder“ unterstützt Rose!

Die burundikids im Buch

März 22, 2009

Rose soll leben

Tönisvorst. Der Vorster Pfarrer Ludwig Kamm rief vor vier Wochen zu einer Spendenaktion für Rose auf. Die 16-jährige junge Frau lebt in einem Waisenhaus in Bujumbura – Burundi. Sie ist an „aplastischer Anämie“ erkrankt, deren Heilungschancen in Deutschland bei 90 Prozent liegt. In ihrem Heimatland Burundi ist diese Erkrankung das sichere Todesurteil.

In Bujumbura kümmert sich der Deutsche „Weltwärts-Freiwillige“ und Freund von Pfarrer Kamm, Philipp Ziser aus Karlsruhe, um Rose. Der Spendenaufruf „Rose soll leben“ hat ein großes Echo gefunden. Bis jetzt wurden 21.500 Euro gespendet. Aus ganz Deutschland kam Hilfe, sogar eine evangelische Gemeinde in Schweden mit einem deutschen Pastor meldete sich und sagte Unterstützung zu.

Rose wird mit einer Begleitung am 1. April nach Deutschland kommen und sofort zur Behandlung in die Uni-Klinik Freiburg gefahren. Pfarrer Ludwig Kamm vertraut der Hilfsbereitschaft der Menschen, um die noch fehlenden 9.000 Euro zu bekommen, damit Rose geheilt werden kann.

Alle weiteren Informationen unter www.rose-soll-leben.de.

Kath. Kirchengemeinde St. Godehard, Volksbank Krefeld (32060362) 1255070

oder

burundikids e.V., Dresdner Bank Köln (370 800 40), Konto 032 74 73 100.

Stichwort: „ROSE“

Viele erinnern sich noch an Jimmy, den Jungen aus „Centre Uranderera“, dessen Geschichte meine damaligen Mitstreiterinnen und mich in ein Tief gestürzt hatte. Der Ausgang der Geschichte ist in meinem Tagebuch zu finden. Jimmy selbst wird uns immer präsent bleiben. Immer wieder.

Auch bei MERIAN hat die Geschichte Aufsehen geweckt. Und man wollte sie in einem Buch festhalten. burundikids hatte die Chance, einen von mehreren Autoren für die Veröffentlichung „Einmal im Leben“ zu stellen. Den Buchtipp möchte ich gerne weitergeben – in eigener Sache. Hier klicken!

Rose – 6. März

März 6, 2009

Viele haben sich vielleicht gewundert, weshalb einige Mails lange unbeantwortet liegen blieben, Anrufe unbeantwortet oder kurz gehalten. Der Grund hat einen Namen: Rose.

Seit etwa einem Jahr leidet sie an einer Krankheit, die die Ärzte hier in Burundi monatelang rätseln ließ. Seit fast einem halben Jahr beschäftigt mich dieses Thema zunehmend, seit vergangenen September intensiv, ja täglich. Bluttransfusionen in immer kürzer werdenden Abständen, Medikamente, Konsultationen mit allen möglichen Ärzten. Roses Körper leider unter Blutarmut, kann keine Blutzellen mehr produzieren.

Zwischenzeitlich hatte ich das Glück, den deutschen Botschaftsarzt aus Nairobi, Kenia, kennen zu lernen, der eine erste vage Diagnose erstellen konnte. Eine weitere neue Bekanntschaft, ein Spezialist aus Nigeria, der zwischenzeitlich in Bujumbura arbeitete, konnte schließlich eine Knochenmarkprobe entnehmen, die anschließend in Nairobi untersucht werden konnte und endlich Aufschluss gab: Aplastische Anämie. Eine sehr seltene Krankheit, von manchen Seiten heißt es, das Verhältnis der an dieser Anämie erkrankten Menschen liege bei 1 : 1.000.000. „Behandelt man nicht, führt die Anämie zum Tod“, hieß es. In Deutschland aber, mit entsprechender Behandlung, liegen die Heilungschancen bei bis zu 90 Prozent. Was zu tun war, stand nun fest. Wir versuchten, Rose nach Deutschland zu bringen. Jedoch musste ich während der vergangenen Monate immer wieder feststellen, dass es mehr als schwierig ist, ein Menschenleben zu retten.

Täglich beschäftigte uns fortan der Fall Rose. Teilweise bis in die Abendstunden, an Wochenenden – abgesehen von den schlaflosen Nächten und der psychischen Last. Immer wieder erreichten uns Momente, die dazu drängen schienen, das Handtuch zu werfen. 50.000 Euro soll die Behandlung kosten. Für ein Menschenleben. Viel Geld. Geld, mit dem wir so vielen anderen Kindern helfen könnten. Dieses Geld einsetzen für ein Einzelschicksal? Viele winkten ab. Doch das konnte es nicht sein.

Nach und nach fanden sich immer mehr Menschen, die Interesse zeigten, die sogar mit anpackten, aktiv wurden, sich kümmerten. Von Bujumbura über Nairobi, bis Freiburg, Karlsruhe, Frankfurt und Köln, sogar nach Hamburg und Berlin tauchte nun plötzlich Roses Name auf. Die Uniklinik in Freiburg erklärte sich schließlich bereit, Rose aufzunehmen. „Ein Herz für Kinder“ sagte die Kostenübernahme von Flügen und 20.000 Euro für die Behandlung zu. Doch fehlten immer noch die große Menge von 30.000 Euro, um Rose zu retten.

Menschen vor Ort spendeten. Dann ergriff mein Freund Ludwig Kamm, Pfarrer der Gemeinde St. Godehard in Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen), die Initiative. Eine eigene Internetseite für Rose ging innerhalb weniger Stunden online, umgesetzt von Ludwigs Freund Christian Hempel aus Lüneburg. Und schnell zeigte sich, dass wir es gemeinsam schaffen können. Stiftungen und Medien wurden kontaktiert. „Für solche Einzelfälle kann es keine Unterstützung geben – so leid es uns tut“ war der Tenor. Doch fanden sich dennoch Kollegen in Redaktionen, die es sich nicht so einfach machen wollten. Die Geschichte anders verpackt, wurde sie veröffentlicht – online und im Druck.

Spenden treffen ein. Nach und nach. Doch dass es uns letztendlich gelingt, Rose das Leben zu retten, benötigen wir weitere Hilfe. Bitte helfen Sie uns. Wenn alles klappt, kann Rose noch diesen Monat nach Freiburg. Helfen Sie Rose!

Rose in der FR

März 5, 2009

Die Frankfurter Rundschau berichtet über Rose… hier klicken!

Ärzte für Burundi

März 4, 2009