Rose / Stand 14. Januar 2009
Januar 14, 2009 at 10:28 vormittags Hinterlasse einen Kommentar
Rose. Ein aktueller Stand ihrer Verfassung und der Bemühungen in Burundi sowie in Deutschland.
Rose:
In der Zwischenzeit musste sie wieder und wieder ins Krankenhaus für Bluttransfusionen. Die Abstände verkürzen sich. Wenn sie schläft, kommt es vor, dass sie mit Blut im Mund aufwacht. Sie hat am Körper blaue Flecken, ist sehr schwach und verletzlich. Im Mund hat sie Wunden. Hautausschläge am ganzen Körper. Auf dem Weg zur Schule hatte sie einen Anfall, Schaum vor dem Mund.
Zwischenzeitlich nahm sie Kortison zur Überbrückung. Aktuell suchen wir nach einem Blutspender. Sie braucht frisches Blut, nicht älter als sechs Stunden alt, am besten direkt von Spender zu Rose. Um ihre Blutzellen am Laufen zu halten – und dass sie es übersteht. Heute wird die Blutgruppe ihrer jüngeren Schwester untersucht. Auch Kollegen, Freunde tun dies. Ich selbst kann nicht helfen. Die Blutgruppe ist nicht kompatibel.
In die Schule kann sie nicht mehr. Doch zu Hause lernt sie mit Heften weiter. Sie will. Alle anstrengenden Aktivitäten muss sie einstellen. Selbst Zähneputzen kann sie nicht mehr – um die Wunden im Mund nicht schlimmer werden zu lassen.
Burundi:
Ein Blutspezialist aus Nigeria kümmert sich mit um Rose. Hilft uns, sie bei Kräften zu halten.
Eine Kollegin nahm sich nun Vollzeit der Sache an und kümmert sich um die Beschaffung aller notwendigen Dokumente vor Ort. Angefangen bei der Geburtsurkunde (Rose wurde uns damals von „Ärzte Ohne Grenzen“ als gefundenes Waisenkind übergeben), über einen Ärztebericht, der die Behandlung im Ausland rechtfertigt, Passfotos, Pass und Visum.
Vor Ort konnten wir schon einige Spenden sammeln von Menschen, die Rose helfen möchten. Dafür danke ich von ganzem Herzen! Denn dadurch wurden schon die aktuellen Bluttransfusionen ermöglicht.
Auch machen wir in unserer Organisation eine Person ausfindig, die Rose begleiten kann.
Deutschland:
Kontaktierte und befreundete Ärzte kümmern sich um Kostenvoranschläge aus in Frage kommenden Kliniken. Für die noch anstehende notwendige Untersuchung (Knochenmark), sowie mögliche Folgebehandlungen. Diese Kostenvoranschläge sind notwendig, um sie einer Stiftung vorzulegen, die evtl. für die Kosten aufkommen kann. Sobald diese Kostenvoranschläge vorliegen, kann entschieden werden.
Meine ganze Hoffnung liegt hierauf. Wird der Fall Rose nicht akzeptiert, weiß ich nicht, was noch tun. Denn für die Kosten können wir nicht aufkommen. Einen Beitrag müssen wir dennoch leisten. Denn auch im Fall einer Übernahme der Behandlungskosten, bleiben Ärztehonorare übrig, die definitiv nicht übernommen werden. Hinzu kommen Beträge hier und da, für Papiere, Transport, Bluttransfusionen.
Weiter gilt es zu organisieren, wo Rose und ihre Begleitung unterkommen können, während der Behandlungszeit in Deutschland. Viele Angebote stehen schon. Letztendlich kommt es darauf an, welche Klinik letztendlich behandeln wird.
Auch haben schon Leute Interesse gezeigt, finanziell in Deutschland zu helfen. Sie stehen bereit. Sobald ich genauere Zahlen weiß und wofür wir Geld benötigen, werde ich diese Infos weitergeben.
Die ganze Zeit hoffe ich. Bin nervös und denke nur daran, dass alles noch schneller laufen soll. Abwarten ist in dieser Situation die größte Gedulds- und Nervenprobe, die ich mir vorstellen kann. Jimmy, den wir im Februar 2007 verloren haben, trotz aller angelaufenen Bemühungen, und für den jede Hilfe zu spät kam, ist mir mehr präsent denn je.
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