Burundi(kids) im ZDF

Juli 30, 2008

Beitrag „Freiwillige in Burundi“ im ZDF

Am kommenden Sonntag, 3. August, läuft in der ZDF-Sendung „sonntags“ der Beitrag „Freiwillige in Burundi“ von Oliver Langewitz. Darin wird die Arbeit und Motivation von Freiwilligen behandelt, die für ein Jahr lang Deutschland hinter sich gelassen haben, um in Burundi als Entwicklungshelfer zu arbeiten. Die knapp halbstündige Sendung beginnt um 9:02 Uhr. Der Beitrag selbst dauert ca. 3:15 Minuten.

Darüber hinaus ist die ehemalige burundikids-Freiwillige Marie als Studiogast geladen.

„Freiwillige in Burundi“ basiert auf dem Filmmaterial zur Dokumentation „The lost kids of Burundi“, der sich derzeit in der Postproduktion befindet. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Arbeit der Entwicklungshelfer in Burundi und wird voraussichtlich Ende 2008 fertig gestellt werden.

(Text: Filmboard Karlsruhe)

Zum Filmboard Karlsruhe

Zum ZDF

Da sich unsere Schule in Bujumbura an der „Größten Unterrichtsstunde der Welt“ beiteiligte, ist sie nun im Internet aufgelistet: Zur Weltkarte! (Im Menü rechts „Deutsche Schulen im Ausland“ eingeben, dann erscheint die EPCM in der Auflistung).

Hoher Besuch

Juli 22, 2008

In wenigen Minuten müssen wir zum Flughafen fahren und Besuch aus Deutschland abholen, eine Delegation aus Baden-Württemberg. Darunter die Landtagsabgeordnete Gisela Splett, zugleich entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen. Ein Fortschritt in der Partnerschaft mit Baden-Württemberg? Auch dabei eine Gruppe des CJD (Christliche Jugenddörfer Deutschlands), die sehr in Burundi engagiert sind und darüber hinaus interessiert, das Engagement auszuweiten. Bis Samstag Nachmittag steht ein volles Programm auf dem Plan.

Container gelandet!

Juli 21, 2008

Der Container ist nun in Bujumbura angekommen – und entladen. Mehr Infos!

TAUSEND DANK an alle, die das möglich gemacht haben!!!

Spritpreis

Juli 11, 2008

Die Preise für Benzin und Diesel sind nun erhöht worden. Gott sei Dank nicht so enorm, wie zuerst befürchtet. Es handelt sich lediglich um 200 FBu pro Liter (1 Euro = 1.800 FBu) Benzin, beim Diesel sind es 100 FBu. Doch auch das wird sich zwangsläufig auf die Nahrungsmittel auswirken. Das lange Zögern der Regierung bei der Zustimmung zur Erhöhung rührt daher, dass viel gerechnet wurde. Denn um die zuerst befürchtete, immense Preissteigerung zu umgehen, wurden Steuern erlassen, um den Preis noch „angemessen“ zu halten.

10. Juli. Die Arbeit in Burundi und in den Projekten geht voran. Sehr viel tut sich, der Schreibtisch sieht immer wilder aus anstatt dass es sich bessert. Allesamt sind derzeit stark im Einsatz – Ruth, Kerstin, Verena sowieso, ich, sowie die Fondationsmitarbeiter. Das soll nicht etwa heißen, dass sich ansonsten ausgeruht wird. Doch kommt es mir so vor, als wäre zurzeit besonders viel Wirbel in der „Fondationsbude“.

Heute Mittag war ich unvorhergesehen wieder einmal im Krankenhaus. Rose beschäftigt Albéric, den Heimleiter, und mich. Besser gesagt, ihre Blutschwäche. Heute unterhielten wir uns mit einem nigerianischen Blutspezialisten, der uns eine weitere Vorgehensweise ans Herz legte. Albéric kümmert sich. Wir müssen weiterhin herausfinden, wieso Rose alle drei Monate (in sich ständig verkürzenden Abständen) zu wenig Blut hat und Transfusionen bekommen muss. Heilbar? Das werden wir sehen. Schon vor einigen Wochen lernte ich einen deutschen Arzt kennen, der für die Deutsche Botschaft in Nairobi, Kenia, arbeitet. Für einige Tage war er hier in Bujumbura, ich hatte die Gelegenheit, ihn kennen zu lernen. Spontan erklärte er sich bereit, Rose zu untersuchen – gleich am nächsten Morgen, bevor sein Flieger zurück ging. Er nahm Blutproben mit und schickte uns das Ergebnis. Nun müssen wir vor Ort weitere Bemühungen anstellen. Und Krankenhausrechnungen bezahlen – doch das ist es mir wert.

An den Tankstellen reihen sich wieder seit einigen Wochen die Taxis, Busse und andere Pkw. Diesel wird keiner mehr ausgegeben, weil eine erneute Preiserhöhung ins Haus steht. Bis zu 2.500 FBu werden befürchtet – das sind etwa 1.40 Euro. Folglich werden wieder die Preise für Nahrungsmittel steigen. Wieder ein großes Fragezeichen, was die Folgen betrifft. Ich war diese Woche beim Chef Commercial von Engen, einer großen Petrolfirma hier in Burundi. Er sagte mir, es gebe keinen Diesel, er könne mir nicht helfen. Auch meine Erklärungen, wir müssten die Kinderheime mit Nahrungsmittel versorgen, unser Landcruiser steht aber ohne jeden Tropfen Sprit da, interessierten ihn nicht. Es gebe keinen, beteuert er. Am nächsten Tag kommt in den Nachrichten, dass 80 große Tankwagen im Depot festgehalten werden. Jeder mit mehreren Tausend Litern Diesel. An der Autoschlange vor der Tankstelle heute Morgen bin ich beinahe drei Minuten lang in voller Fahrt vorbei gefahren.

Heute erfuhr Verena, dass wir wieder ein Findelkind ins Heim gebracht bekommen haben. Von einer Journalistin des Radiosenders RPA, die für solche Fälle gratis Aufrufe machen, um die Eltern wieder zu finden. Aufgrund der absichtlichen Aussetzung jedoch in den meisten Fällen erfolglos. Es ist das zweite Baby, das uns in diesem Jahr durch RPA gebracht wurde. Im Waisenheim allein sind es nun fünf.

Auch in dieser Woche wurden zwei UN-Autos angegriffen. Man vermutet durch Leute, die ehemals dort angestellt waren, als die UN-Mission in Burundi noch eine militärische war (ONUB). Nach der Umstellung auf eine zivile Mission (BINUB) wurde das Kontingent an Mitarbeitern konsequenterweise reduziert. Entbrannt ist ein Streit zwischen UN und den nun Arbeitslosen. Was nun in Gewalt gipfelte.

Zwischenzeitlich haben die Ferien begonnen. Die Kids sind guter Laune. Auch der kleine Cédric im Straßenkinderheim ist noch da und sichtlich zufrieden. Die Straßenjungs werden in den Ferien in die Projekte der Fondation Stamm involviert, bspw. zur Herstellung von Ziegelsteinen, die dann wiederum für ein Bauvorhaben genutzt werden können (evtl. für einen Brotofen). Auch werden wir in den Ferien wieder einige Kinder reintegrieren. Vom Bildungsministerium wurden uns einige Internatsplätze zugesagt, andere wiederum werden ins Landesinnere, an ihren Ursprungsort, zurück gehen und in Ausbildungsprojekten der Fondation unterkommen. Wiederum andere werden wir in noch bestehende Familienstrukturen zurück führen, zu Tanten, Onkeln, Großeltern – wenn denn auffindbar. Fest steht nur, dass für jeden eine individuelle Lösung gefunden werden muss und auch wird.

Man ist zwiegespalten bei solchen Aktionen. Denn man kennt die Kinder und Jugendlichen alle persönlich und gut, hat Beziehungen zu ihnen aufgebaut. Sie weit entfernt von sich zu wissen, ist nicht leicht. Doch so muss und soll es sein. Aus der Welt sind sie ja nicht. Und in Kontakt bleiben wird zwar schwierig, aber nicht unmöglich.

Auch in der Partnerschaft mit Baden-Württemberg ist einige Bewegung. Hierzu jedoch an entsprechender Stelle mehr.

Die Dokumentation über Burundi ist ebenfalls im Werden. Schon jetzt sind die Erwartungen groß. Stück für Stück wird auch hierüber informiert. Bald ist wieder eine Fotostrecke über die Dreharbeiten zu sehen. Angedacht sind auch ein Drehtagebuch des Produzenten. Auch hier mehr Infos – zu gegebener Zeit.

Zu den G8

Juli 10, 2008

Auf der Seite „Downloads“ ist ein neuer Link zu einer neuen Folge von „neuneinhalb“ der ARD – dieses Mal haben sie Thierry aus dem „Centre Birashoboka“ begleitet.

Vergessenes Burundi

Juli 1, 2008

Dass Burundi bislang von der Weltöffentlichkeit vergessen wurde, wird nun endlich auch einmal an anderer Stelle zur Sprache gebracht: Zum Artikel!

Hier der Link zu einigen Fotos vom Dreh der Dokumentation in Burundi – erste Leckerbissen!