Kritik an der Todesstrafe und Differenzierung

April 30, 2008

Aus aktuellem Anlass, einem sehr schwierigen Thema und als Reaktion auf eine aktuelle Kritik an meinem Eintrag „Nadine und Kenny“ möchte ich einen Auszug aus meiner Antwort per Mail öffentlich machen und für jedermann/-frau zugänglich, da mir diese Information sehr wichtig scheint…

„Hallo …

ich danke dir für deine Mail und deinen Rat/deine Kritik, der ich natürlich offen gegenüber stehe. Nur so lerne ich dazu und die Meinung der Leser ist mir immer sehr wichtig. Deshalb danke ich dir.

Die Todesstrafe ist eine heikle Sache, eines der meist diskutierten Themen der Welt. Die Meinungen gehen mehr als nur auseinander. So, wie auch an dieser Stelle. An meiner Meinung kann man – selbst ich nicht – nichts ändern. In anderen Fällen lehne ich sie ebenfalls ab, jedoch nicht in diesem Punkt, wenn es Kinder betrifft. Noch dazu, wenn es ohnehin schon benachteiligte Kinder sind, die darunter leiden, in diesem Land unter diesen Umständen geboren zu sein und deren Situation auf diese Weise noch ausgenutzt wird.

Ich möchte dich jedoch bitten, zwei Dinge zu differenzieren.

Der Internetauftritt von burundikids e.V. und mein Tagebuch „Aus dem Herzen Afrikas“ sind zweierlei unterschiedliche und unabhängige Dinge. Der Auftritt von burundikids (www.burundikids.org) ist der offizielle der Organisation, es finden sich dort nur sachliche Infos, Fortschritte der Projekte, aktuelle Infos und Geschehen während unserer Arbeit. Arbeit der ORGANISATION. Objektiv.

Das Tagebuch hingegen ist rein privat, persönlich und – hier ganz deutlich – subjektiv. Hinter jedem Satz, ganz klar, steht eine persönliche Note, eine menschliche, individuelle Meinung. Diese Meinung spiegelt in keinem Fall unbedingt die Meinung oder Philosophie der Organisation wider. In diesem konkreten Fall ohnehin nicht.

In diesem Fall hat das Geschriebene auch nichts mit Journalismus zu tun, sondern – wie der Titel der Internetseite schon aussagt („Tagebuch“) – mit persönlichen Erlebnissen, persönlichen Gedanken und persönlichen Äußerungen. Die durchaus angreifbar sind, jedoch den Autor, also mich betreffen – nichts mehr und nichts weniger.

Diesen Unterschied gilt es zu beachten. Das Tagebuch ist keine offizielle Seite von burundikids e.V., sondern geführt von einem unabhängigen Individuum – mir.

Ich habe mit Kritik an dieser Äußerung gerechnet und bin auch froh, dass sie letztendlich kam. Deshalb danke ich dafür.

Ich grüße dich ganz herzlich und danke dir auch für das große Lob, das in deiner Nachricht steckt. Danke für die Treue.

Ein ganz lieber Gruß aus Buja.

Phil“


Entry Filed under: In Burundi. .

1 Comment Add your own

  • 1. Barbara  |  Mai 5, 2008 at 1:26

    Hallo Philipp,einen Kommentar zu deinen Zeilen kann ich nicht geben, es ist schon erschreckend, was passiert ist!

    Aber danken will ich dir und Verena für deine schnelle Umschreibung, es klappt mit dem Treffen mit Benoit in Kölle, Gruß Leo

    Antworten

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