Container und Abflug

Februar 29, 2008

Die letzte Nacht in Deutschland – 28. Februar 2008. Zumindest vorerst. Heute Morgen ging der Container auf die Reise. Und mir fiel ein großer Stein vom Herzen. Einzelheiten und Bilder, die in den vergangenen Wochen entstanden sind, finden sich auf www.burundikids.org.

Morgen ist Abflug – auch für mich. Das lachende Auge dominiert, trotz allen Abschiedsschmerzes. Ich freue mich auf die Herausforderung. Und dennoch tut es sehr gut, einen so großen Rückhalt hinter sich zu wissen, wie ich ihn besonders in den vergangenen Wochen erfahren habe…

Artikeltipp

Februar 27, 2008

Eine tragische Entwicklung… Zum Artikel!

Steigende Preise

Februar 26, 2008

Während die wenigen großen Konzerne im Westen weiter ihren Gewinn steigern…

Zum Artikel!

Anonyme Bücher

Februar 23, 2008

Gestern erhielt ich eine anonyme Buchsendung. Zwei Bücher des burundischen Schriftstellers Michel Kayoya, der bereits 1972 den damaligen Unruhen zum Opfer fiel. Interessante Fundstücke!!! Ich habe sie bereits eingepackt und werde sie in Burundi lesen. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an den Spender! Ich freue mich sehr über diese Geste.

Eine Woche vor Abflug

Februar 23, 2008

Samstag, 23. Februar. Eine Woche vor Abflug. Gestern sind bereits Lena, Julia (Freiwillige der ersten Generation, die mit mir das Jahr dort verbracht hatten) und auch Sabine (Höroldt, die Fotografin, Infos auf www.burundikids.org) nach Burundi ausgereist, alle für ein paar Wochen. Besuch bei der kleinen, großen Familie – und wieder Mitarbeit vor Ort. Die burundikids-Familie wächst. Burundi streckt seine Fühler aus. Mehr als nur verdient. Und notwendig ohnehin.

 

Die Beladung des Containers ist derzeit gut vorangeschritten. Lediglich für wenige Kartons ist noch Platz, die am Montag eingeladen werden. Nach der Klärung mit dem Zoll, voraussichtlich ebenfalls Montag, wird der Container kommende Woche auf die Reise nach Burundi gehen. Über Antwerpen nach Dar Es Salaam, dann Landweg bis nach Bujumbura. Viele haben gespendet, viele geholfen, um dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Erfolgreich.

 

Auch meine eigenen Koffer füllen sich langsam, aber sicher. Begleitet von unzähligen, unterschiedlichsten Gefühlen. Gestern Abend habe ich einige meiner Freunde zum letzten Mal getroffen. Gemischte Gedanken. Es ist dieses Mal etwas völlig anderes als zuvor. Die Ausreise vor Weihnachten war ohnehin zeitlich sehr begrenzt und die vier Wochen sehr überschaubar. Aber auch als wir für das eine Jahr aufgebrochen sind, war es etwas anderes. Es war ein Ende in Aussicht, ein sehr begrenzter Zeitraum. Dieses Mal sind es zwei Jahre. Zwar auch eine befristete Zeit, doch was danach kommt… nichts Genaues weiß man nicht. Rückkehr nach Deutschland? Bleiben in Burundi? Zwischen den Kontinenten springen?

 

An für sich macht es überhaupt keinen Sinn, sich jetzt schon Gedanken zu machen darüber, was in zwei Jahren sein wird. Alles wird ohnehin anders kommen, als man es sich vorher ausmalt. Doch bin ich nun mal so „gestrickt“, immer weit voraus schauen zu wollen, wissen zu wollen, was passieren wird. Ich werde mich wohl bremsen müssen. Fest steht, dass ich diese Arbeit liebe und darin aufgehe. Und in wenigen Tagen geht es wieder ins Herz Afrikas. Mit vielen neuen Aufgaben, neuen Erlebnissen, neuen Erfahrungen. Ich freue mich auf die Zukunft. Denn ich weiß, dass es gut sein wird. Zwar gehe ich mit einem lachenden und einem tränenden Auge. Doch aus der Welt ist ja schließlich niemand. Und irgendwie gehören doch alle zur kleinen, großen burundikids-Familie…

Artikel-Tipp am Freitag

Februar 22, 2008

Burundi auf dem Plan

Februar 19, 2008

Es scheint sich etwas zu bewegen…

07.03.08, Stuttgart – Burundi-Treffen
„Das Treffen gibt einen Einblick in die derzeitige politische Situation in Burundi. Im Anschluss daran geht es um Erfahrungsaustausch und Bestandsaufnahme der derzeitigen Projektarbeit von Partnerschaftsvereinen.“
Weitere Infos:

Unglücklich in Burundi (?)

Februar 19, 2008

Eine weitere Statistik zum „Glück in der Welt“. Ob nun Armut unbedingt etwas mit unglücklich sein zu tun haben muss, darüber kann man viel streiten. Ich sehe diesen Artikel nur als weiteren Beweis dafür, dass noch genug getan werden muss…

Der Container

Februar 15, 2008

14. Februar 2008, 2.17 Uhr. Ich fühle mich im Moment, als träte ich auf der Stelle. Der Container ist zu zwei Drittel gefüllt, in den kommenden Tagen stehen noch zwei, drei größere „Lieferungen“ an, dann dürfte er (hoffentlich) gefüllt und versandbereit sein. Natürlich kommen erst noch Inhaltsliste – in zweifacher Sprachausführung – und Zollabwicklung.

 

In der vergangenen Zeit habe ich viele Tage damit zugebracht, Sachspenden abzuholen, sie in Empfang zu nehmen, sie zu verpacken und noch mehr Verpackungsmaterial zu besorgen. Natürlich nicht ohne dabei ständig anderen Leuten auf die Nerven zu gehen. Die mir natürlich gerne bei dieser Arbeit helfen und das Projekt unterstützen. Fest steht nur, dass ich ohne diese fleißigen Helfer den Container niemals voll bekommen hätte. Zumindest nicht in diesem kurzen Zeitraum von wenigen Wochen seit Mitte Januar.

 

Sei es Computer programmieren, Kartons ausstopfen, Möbel schleppen, Wäsche waschen, Ware verpacken oder alles zum Containerlagerplatz fahren – viele packten an und opferten ihre Zeit für das burundikids-Projekt „Container“. Dennoch: Ich fühle mich im Moment, als käme ich nicht voran. Natürlich ist dem nicht so. Der Container ist beinahe voll, in den kommenden Tagen wird die Türe wohl endlich zum letzten Mal auf deutschem Boden geschlossen. Dennoch ist die Arbeit kräftezehrend und nicht das, was unsere Projekte, unseren Verein, die Hilfe für Burundi voran bringt. Aber auch das stimmt wohl so nicht ganz. Schließlich werden die ganzen Güter sehr vielen Menschen in Burundi helfen. Insbesondere, da die Versorgungslage durch die Unruhen in Kenia auch in Burundi schlechter wird, bekommt der Container eine noch größere Bedeutung.

 

Alles in allem bin ich jedoch froh, wenn er bald auf die Reise gehen kann – und ich zuvor noch Zoll und Logistikfirma zufrieden gestellt und andere „Kleinigeiten“ erledigt habe. Dann freue auch ich mich auf die Abreise. In die neue Heimat für die kommenden zwei Jahre.

 

An dieser Stelle nochmals: Danke an alle Spender und Helfer, die mit anpackten und immer noch anpacken. Ohne all diejenigen wäre das Projekt „Container“ nicht zu stemmen gewesen. Die Anteilnahme und Unterstützung ist einfach überwältigend. Gemeinsam lässt sich eben doch etwas bewegen.