Burundi – es geht voran

Dezember 30, 2007 at 3:16 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Burundi – eines der kleinsten Länder Afrikas. Keiner weiß, wo es liegt. Keiner? Nicht ganz. Langsam aber sicher ändert sich das, was mich als Journalisten besonders freut. Insbesondere in meiner Heimat Eggenstein bis hin in die Stadt Karlsruhe, ja allmählich in viele kleine Inseln in Baden-Württemberg und sogar der gesamten Bundesrepublik scheint sich etwas zu bewegen. Burundi rückt mehr in den Mittelpunkt. Zwar schleppend und langsam, aber sicher und permanent. Nicht zuletzt – in meinen Augen – eine moralische Verpflichtung aufgrund der Partnerschaft zwischen dem „Herzen Afrikas“ mit dem Land Baden-Württemberg.

 

Der Wille zur Unterstützung ist groß. Das zeigen mir all die schönen Nachrichten und Neuigkeiten, die mich beinahe täglich erreichen. Hier ein wenig, da ein wenig, manchmal sogar mehr. Zusammen genommen eine große Hilfe. Wie schon Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer einmal sagte: „Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen“. Das trifft auch insbesondere für Burundi zu. Und die Projekte von burundikids e.V. und der Fondation Stamm.

 

Viele Kleidungsspenden von Privatleuten und auch von Sportvereinen haben uns bereits erreicht. Mit im Boot: Der Karlsruher Sportclub und der FC Alemannia Eggenstein. Und aktuell wurde wieder eine große Spende an Trikots und vielen anderen Kleidungsstücken burundikids e.V. zur Verfügung gestellt. In den vergangenen Tagen durfte sogar Ede Becker, Trainer des KSC, einen Straßenkinderfußball aus Burundi in den Händen halten (Bilder). Genäht von einem unserer Jungs aus dem „Centre Birashoboka“ in Kanyosha. Fußball ist hier Nationalsport. Mehr als das. Er kommt gleich nach dem Gebet für Imana – Gott. Was die gespendeten Kleidungsstücke demnach für die Kinder und Jugendlichen hier bedeuten, kann man sich vorstellen. Für viele Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten in unseren Projekten auf dem Land darüber hinaus die lebensnotwendige Kleidung zum Leben. Abgelegt auf der einen Seite – zum Leben gebraucht in Burundi. Global denken, lokal handeln. Eine Floskel, die so viel Wahrheit in sich birgt.

 

Mit einem ganzen Satz Trikots spielt bereits eine Mannschaft von Straßen- und Waisenmädchen in Bujumbura. Eine kleine Liga, die den Mädchen im Leben ein wenig Abwechslung bringt. Und Selbstbewusstsein. Nicht zuletzt: ein Stück mehr Kindheit.

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Weihnachten bei der Fondation Höhen und Tiefen

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